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Anita Ammersfeld


Von Bis nach Seit - Eine Hommage an Erich Fried

Das Werk Erich Frieds nimmt heute einen ganz besonderen und wichtigen Stellenwert ein. In seinen Texten gelingt es ihm, die persönliche und politische Zerissenheit eines Künstlers des 20. Jahrhunderts zu spiegeln. Ein Jahrhundert Hoffnung und des Horrors an sich. Seine poetische Konfrontation mit Vergangenheit und Gegenwart reizt uns zur Interpretation und Darstellung.

Produktionen - fried

TAKTFRAGE

Im Haus des Gehenkten darf man vom Strick nicht reden weil jetzt sein Henker dort im Ruhestand lebt. (Erich Fried)

Das Wort des Mannes Erich Fried, gefiltert und umgesetzt von zwei Frauen: Anita Ammersfeld und Michaela Scheday. Poesie gesprochen, gesungen, oder in Bildern assoziiert und getanzt von Elio Gervasi. Die Ausernandersetzung zwischen Anspruch und Bedürfnissen, zwischen politischem Bewusstsein und der Lust des Augenblicks. 'Mitunter sogar Lachen'.

Der Lebenslauf Erich Frieds und seine Lebensstationen ziehen sich wie ein roter Faden durch den Abend. In Konfliktmomenten werden die Texte mit dem Wort zugeeigneten, musikalischen Miniaturen unterlegt und verwoben Musik als Klangteppich Musik als Störfaktor Musik als lyrische Ausdruckskraft Musik als harmonisches Ziel. Das Wort triumphiert oder die Unmöglichkeit des Wortes, die Sprachlosigkeit.

'Es gibt Gedichte nach Auschwitz,
es gibt sogar Menschen.'
(Erich Fried)

Die Bühne ein leerer Raum mit Büchern, Schreibmaschinen und Koffern. Wir sind nie irgendwo daheim. Autobiographisches wird zitiert: die wunderbaren Liebesgedichte (teilweise vertont), die seine glückvollsten und seine verzweifeltsten Momente beschreiben, und seine "prosaischen" Lebensgeschichten, die das weitgespannte Innenleben unserer Zeit illustrieren.

Regie: Michaela Scheday & Wolfgang Palka
Buch: Julia Patuzzi & Wolfgang Palka
Tanz: Elio Gervasi
Kompositionen: Walter Breitner & Werner Schulze
Bühne: Hans Kudlich
Kostüm: Gabriele Stiastny

DarstellerInnen:
Anita Ammersfeld
Michaela Scheday
Harald Haslinger
(Klarinette, Saxophon)
Adi Schober (Percussion, Vibraphon)
Liselotte Theiner (Klavier)

Pressestimmen

"Michaela Scheday und die teilweise auch singende Anita Ammersfeld sind gänzlich unpathetische Übermittlerinnen von Erich Frieds Worten und Lebensstationen. Knapp, klar, prägnant - wie sich Erich Fried auch liest - ist diese Inszenierung, die an einen aus Wien Geflüchteten erinnert, der nicht aufhörte, Wahrheit zu schreiben."
(Kurier)

"Leben und Werk Erich Frieds "aufbereitet" von zwei Damen - Michaela Scheday und Anita Ammersfeld , - choreographisch begleitet von Elio Gervasi, hervorragend mit Musik bestückt, ergibt einen Abend von seltener Faszination. Der militante Poet, der"friedfertige Störenfried" hätte sich über eine solche Würdigung nur freuen können." 
(Kulturkaleidoskop - Frauenblatt)

"Die Hommage an Erich Fried "Von Bis nach Seit" im ausverkauften Festspielhaus St. Pölten wurde vom Publikum begeistert aufgenommen .Anita Ammersfeld und Michaela Scheday interpretierten Lyrik und die teilweise vertonten Liebesgedichte einfühlsam, zugleich kraftvoll und überzeugend.(...) Ein gelungener Abend!"
(Illustrierte Neue Welt)

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